loader image

Herrpaulsdesign

Design Thinking

Smart Wedding

Meine Rolle

Research

Design Thinking

Konzeption

Setting für
die Aufgabe

Projektarbeit UX –
advanced mit Design Thinking 

“Stellt euch vor ihr seid mit einem jungen Paar in den 30ern befreundet, welches in einem Jahr heiraten möchte. Beide haben sich in einer großen Digitalagentur kennen gelernt, wo Josefine als Produktmanagerin und Igor als App-Developer tätig ist. Beide erleben in ihrer täglichen Arbeit bei Kunden und Stakeholdern sehr viele Ängste, Zweifel und Unsicherheiten hinsichtlich der laufenden globalen Trends im Zuge der weltweiten Digitalisierung der Märkte und Dienstleistungen. Sowohl Josefine als auch Igor sind aber selbst überzeugt von der Vorteilen, die eine stark digitalisierte Welt für uns alle mit sich bringen wird. Sie haben in vielen nächtlichen Gesprächen und Diskussionen mit Freunden folgenden Ideenansatz aufgestellt: » Können wir unsere Hochzeit nicht als Pilotprojekt, als ersten Kreativdurchlauf für eine möglicherweise daraus entstehender lukrative Geschäftsidee feiern? Bei einer gelungenen Hochzeit sind alle in gehobener, leichter, freudiger, visionärer Stimmung. Unterschiedlichste Generationen, Standpunkte, Sichtweisen, Erfahrungshintergründe kommen zusammen, um den Beginn einer neuen Co-Kreationseinheit von zwei Menschen zu feiern. Das ist doch eine großartige Gelegenheit für alle Gäste, Digitalisierung spielerisch auszuprobieren und sich damit anzufreunden! « Da sie alle beide zeitlich sehr eingespannt sind, haben sie euch als angehendes UX- und DesignThinking-Team gebucht und geben euch folgende Design Challenge: “

Einleitung

Challenge

Erstellt für unsere Hochzeit inclusive Vor- und Nachbereitung eine erste Konzeption. Uns schwebt eine Art Theme-Party mit globalen Megatrendthemen als Hochzeitsframing vor. Unsere Hochzeit soll in allen Belangen und Aspekten wichtige globale Megatrends aufgreifen und kreativ anwenden. All unsere verschiedenartigsten Gäste – von jungen Trendsettern über etablierte Mainstreamvertreter, bis hin zu älteren traditionsverhafteten Familienmitgliedern – sollen sich wohlfühlen und eine großartige, bezaubernde, überraschende Hochzeitsexperience erleben, die sie danach begeistert teilen und weiterempfehlen. Wir wünschen uns ein stark auf digitalen Produkten und Services aufgebautes Pilotprojekt. Das Event »Hochzeit« wird zum größtenteils digital-basiertes Service-System. Stakeholder verschiedenster Art werden in dieses digitale Servicesystem optimal eingebunden.

Research

Stituations-Analyse

Um ein besseres Verständnis für die Thematik zu entwickeln, führte ich Analysen zu Events und Trends  im Hochzeitsumfeld durch und stellte fest, dass der Markt viele Ankerpunkte für die Digitalisierung insbesondere in der Kombination mit den Megatrends bietet. Dennoch werden diese Trends bisher kaum in ein Hochzeits-Event eingebaut.

Timeline Mindmap

Um die Thematik besser zu verstehen und mich besser in die Gäste sowie das Brautpaar hinzudenken habe ich diverse Design Thinking Tools angewandt. Mit dem Ziel die Nutzer besser zu verstehen sowie die “Jobs to be done” und “How might we” Fragestellungen herauszuarbeiten. Ich wollte verstehen, wie die Bedürfnisse  der Nutzer je nach Interessen variieren können, also trennte ich meine Ergebnisse nach Gästen, Senioren, Junioren und Dienstleistern.  

Im Anschluss reduzierte ich die Nutzer auf vier Gruppen:

  • Brautpaar
  • Eltern
  • Investoren aus dem Arbeitsumfeld
  • Influencer aus dem Bekanntenkreis

Wichtigste Erkenntnisse & Einsichten

Das vorgehen half mir dabei, die unterschiedlichen Bedürfnisse meiner Zielgruppen zu definieren, um daraus später mögliche Lösungsansätze zu generieren. Des Weiteren dient es als  Fundament für die Personas, die  auf Basis der Stakeholder Map erstellten werden.

Stakholdermap

Design Thinking Tool

Das Tool hat mir dabei geholfen die verschiedenen Akteure und deren Blickwinkel zu identifizieren und Antworten auf folgende Fragen zu bekommen:

  • Welche Akteure gibt es bei der Hochzeit?
  • Welche Bedürfnisse haben sie?
  • Welche Probleme wollen sie lösen?
  • Was erwarten sie von einer Hochzeit? 

Personas

Smart Wedding

Die Personas waren ein sehr wichtiges Tool, um die Bedürfnisse meiner Zielgruppen auszuarbeiten und diese später den Megatrends zuzuordnen. Ich konnten mich so in die unterschiedlichen Persönlichkeiten einfühlen und sie besser verstehen. Was sind ihre Werte, Ängste, Wünsche und Eigenschaften? Um die Erkenntnisse zu schärfen habe ich die Personas mit dem Tool “What is in your Bag?” verfeinert. Hierbei kommt es auf die Details an.

Da eines der Hauptergebnisse meiner Researchphase war, dass die Nutzer mit unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnissen eine Hochzeit besuchen, habe ich vier Personas geschaffen –

  • Josefine (Die Braut)
  • Aleksander (Schwiegervater)
  • Sandra (Investorin)
  • Silvia (Influencerin und Freundin)

 

Pains & Gains + JTBD

Design Thinking

Die zuvor ausgearbeiteten Personas haben mir bei der Definition der jeweiligen Pains & Gains für jede meiner vier Personas geholfen. Aus diesen Punkten konnte ich im Anschluss zu jeder Persona drei wichtige “Jobs to be done” ableiten. Diese JTBD dienen als Basis für das weitere vorgehen.

Standpunkt definieren

Ich habe zuvor die Problemstellung ausführlich analysiert und umfangreich Erkenntnisse zu den Akteuren der Hochzeit gesammelt. Im Schritt Standpunkt definieren fasse ich nun die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, Cluster, diskutiere und bewertete diese. 

Vison Cone

Design Thinking Tool

Der Vision Cone hat mir dabei geholfen, weg von traditionellen Hochzeit zu kommen und mich in eine zukunftsorientierte megatrendbestimmte Art, eine Hochzeit zu feiern hineinzubewegen. Ich habe in den Zukunftskegel des Vision Cones also bewusst globale Megatrends eingesetzt diese aus gearbeitet. Dabei habe ich Trends gewählt, die sich für meine konkrete Design Challenge und meine Hochzeits-Akteure eigenen. 

How might we...?

Design Thinking Tool

Die »How might we…?« Fragetechnik hat mir dabei geholfen einen konkreten Startpunkte für meine nachfolgende Lösungssuche zu definieren. Das Tool was das hilfreichste, um anwendungsbezogene Schlüsse auf Basis der spezifischen Wünsche, Ängste und Charaktere meiner Zielgruppen zu ziehen. Nun wusste ich welche Bedürfnisse die Zielgruppe hat und konnten konkrete Lösungsansätze anskizzieren.

Ideen finden

In diesem Schritt habe ich nun zu meinen definierten »How might we …?« – Fragen möglichst viele Ideen entwickelt. Anschließend wurden diese wieder diskuitiert, geclustert und bewertet. Abgeschlossen habe ich diese Phase, mit drei Lösungsideen. Diese habe ich so weit wie möglich konkretisiert, so dass ein nachfolgendes erstes Prototyping dazu realisierbar ist.  Alle Akteure wollen ihre Bedürfnisse erfüllt wissen – möglichst in gegenseitigen Win-Win Situationen.  

Special Brainstorming

Design Thinking Tool

Um die ersten Ideen weiter auszuarbeiten und um mein Mindset zu erweitern habe ich ein special Brainstorming Tool angewandt. In dem Tool stellt man sich Fragestellungen wie: Wie sähe die gräßlichste Hochzeitsparty ever aus?
Wie würde eine russische Zarenfamilie die Hochzeit feiern?
Wie würden Rick and Morty die “how might we…” Fragen lösen?…

Um die gewonnenen Ideen zu Visualisieren habe ich im Anschluss ein Moodboard erstellt.

Prototyping

Design Thinking

Als nächstes erstellten ich schnelle Prototypen meiner Services und der Produkte. Die “How-might-we” Fragen bildeten hierbei das Fundament, auf dem meine Lösungen basierten. So war es uns möglich bedürfnisorientiert- und übergreifende Services zu entwickeln, bei denen alle Nutzer berücksichtigt werden. Des Weiteren bezog ich alle zuvor ermittelten Erkenntnisse mit in die Prototypen ein.  Mit diesem Input entstanden einigen Entwürfen.

User Flow

Design Thinking

Schließlich erstellte ich einen User Flow für jede Persona. Dadurch erhielt ich ein klares Bild davon, welche Schritte der Nutzer durchlebt, um das jeweilige Ziel zu erreichen, und wie er dieses Ziel auf die effektivste Weise erreichen konnte. Die User Flows haben mir dabei geholfen die Ideen sehr gut zu priorisieren, zu konkretisieren und das Event und die darin auftauchenden Services als ein Ganzes zu betrachten und zu vereinen.

Retrospektive

Herausforderung

Abgesehen von der Aufgabenstellung – wie können wir dabei helfen, auf globalen Megatrends spielerisch durch die Digitalisierung zu surfen. »Können wir unsere Hochzeit nicht als Pilotprojekt, als ersten Kreativdurchlauf für eine möglicherweise daraus entstehender lukrative Geschäftsidee feiern?« 
gab es einige Herausforderungen  auf dem Weg. Unsere erste Herausforderung als Team bestand darin, zu entscheiden, wie wir am besten miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können, da es sich um eine vollständig virtuelle Veranstaltung handelte und wir uns vor Beginn der Veranstaltung noch nie getroffen hatten. Wir beschlossen, Zoom zu verwenden, um unsere Gedanken und Ideen wie von Angesicht zu Angesicht durchzusprechen, und wir nutzten Miro und Slack für den Großteil unserer inhaltlichen Zusammenarbeit.

Was kann verbessert werden?

Beim nächsten Mal würde ich das Vorgehen noch strenger Zeitlich  durchplanen. Das würde jeden Teammitglied dabei helfen sich auf seine Aufgabe zu fokussieren. Des Weiteren würde ich eine klare Rollenverteilung nach den jeweiligen Stärken und Schwächen des Teams vornehmen.
Bei einem längeren Projekt hätte ich außerdem mehr Interviews geführt, um meine Erkenntnisse  darüber zu gewinnen, wie wir ich meine Lösung/ Produkt nutzerzentriert verbessern kann.

Würde ich genau so agieren?

Auf jeden Fall! Dies war eine wertvolle Erfahrung, die es mir ermöglichte, meine UX-Fähigkeiten mit Hilfe des Design Thinking zu verbessern und mich auf fachlicher Ebene mit anderen  UX Designern zu vernetzen. Des Weiteren bringt das Design Thinking mich dazu über den Tellerrand hinauszuschauen.

Kontakt

Say moin

mail@herrpaulsdesign.de